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Nebenberuflich selbstständig machen: Ein realistischer Fahrplan für Mütter

  • Autorenbild: Martyna Gülfirat
    Martyna Gülfirat
  • 2. Juli
  • 6 Min. Lesezeit





„Ich würde mich ja gerne selbstständig machen, aber mir fehlt einfach die Zeit.“


Wenn Mütter über Selbstständigkeit nachdenken, fällt dieser Satz erstaunlich oft.


Vielleicht kennst du ihn auch.


Nicht unbedingt, weil du keine Lust hättest, etwas Eigenes aufzubauen. Nicht, weil du nicht an dich glaubst. Und meistens auch nicht, weil du keine Ideen hast.


Sondern weil dein Alltag bereits voll ist.


Zwischen Beruf, Kindern, Haushalt, Terminen und den vielen kleinen Aufgaben, die nebenbei erledigt werden müssen, wirkt Selbstständigkeit oft wie ein zusätzliches Großprojekt, für das schlicht kein Platz mehr vorhanden ist.


Deshalb bleibt es häufig beim Gedanken.


Man liest Artikel. Hört Podcasts. Beschäftigt sich mit dem Thema. Vielleicht hat man sogar schon erste Schritte gemacht. Und trotzdem entsteht immer wieder das Gefühl, nicht wirklich voranzukommen.


Viele Mütter ziehen daraus eine scheinbar logische Schlussfolgerung:


„Ich habe einfach nicht genug Zeit.“


Doch genau an diesem Punkt lohnt es sich, einen Schritt zurückzutreten.


Denn die entscheidende Frage lautet oft nicht:


„Habe ich genug Zeit für eine Selbstständigkeit?“


Sondern:


„Weiß ich eigentlich, wie dieser Weg realistisch aussehen kann?“


Viele Frauen scheitern nicht an fehlenden Stunden.


Sie scheitern daran, dass Selbstständigkeit wie ein riesiges, unüberschaubares Projekt wirkt.



Warum wir den Aufwand einer Selbstständigkeit oft

überschätzen


Wenn wir an Selbstständigkeit denken, stellen wir uns selten den ersten Schritt vor.


Wir denken an das fertige Ergebnis.


An Menschen, die bereits ein funktionierendes Business aufgebaut haben. Die sichtbar sind. Die Kundinnen haben. Die genau wissen, was sie tun.


Und genau dort beginnt häufig das Problem.


Unser Gehirn vergleicht den eigenen Anfang mit dem fertigen Ergebnis anderer.


Die Psychologie beschreibt einen ähnlichen Effekt mit dem Begriff Planning Fallacy, dem sogenannten Planungsfehlschluss. Menschen neigen dazu, große Vorhaben als überwältigender einzuschätzen, als sie tatsächlich sind, weil sie das gesamte Projekt betrachten und nicht die einzelnen Schritte.


Beim Thema Selbstständigkeit führt das dazu, dass viele Mütter innerlich nicht den nächsten Schritt bewerten, sondern den gesamten Weg.


Plötzlich geht es nicht mehr um eine Stunde Recherche oder ein Gespräch mit einer potenziellen Kundin.


Plötzlich geht es gefühlt um ein komplettes Unternehmen.


Und genau deshalb wirkt der Weg oft größer, als er tatsächlich ist.


Viele Mütter stellen sich deshalb unbewusst nicht die Frage:


“Was könnte mein nächster Schritt sein?”


Sondern:

“Wie soll ich jemals alles schaffen?”


Und zwischen diesen beiden Fragen liegt ein gewaltiger Unterschied.



Wie viel Zeit braucht man wirklich?


Natürlich hängt die Antwort immer vom jeweiligen Vorhaben ab.


Trotzdem überschätzen viele Menschen den Zeitaufwand für die ersten Schritte erheblich.


Nehmen wir einmal bewusst ein kleines Beispiel:


Vier Stunden pro Woche.


Für viele Mütter klingt das zunächst nach wenig.


Doch über ein Jahr betrachtet entstehen daraus mehr als 200 Stunden.


208 Stunden.


Diese Zahl wirkt plötzlich anders.


Denn in 208 Stunden kann erstaunlich viel entstehen.


Eine Marktanalyse.


Eine Positionierung.


Ein erstes Angebot.


Gespräche mit potenziellen Kundinnen.


Eine Website.


Erste Sichtbarkeit.


Erste Erfahrungen.


Und vielleicht sogar die ersten zahlenden Kundinnen.


Der entscheidende Punkt ist nicht, dass all diese Dinge perfekt werden.


Der entscheidende Punkt ist, dass Bewegung entsteht.


Wir überschätzen häufig, was innerhalb weniger Wochen möglich ist.


Und unterschätzen gleichzeitig massiv, was innerhalb eines Jahres entstehen kann.


Genau deshalb ist Zeit oft nicht die größte Hürde.



Warum Klarheit wichtiger ist als zusätzliche Zeit


Wenn Mütter darüber sprechen, warum sie noch nicht gestartet sind, wird Zeit fast immer als erstes genannt.


Doch interessant ist eine andere Frage:


Was würde passieren, wenn du morgen plötzlich zehn zusätzliche Stunden pro Woche hättest?


Würdest du automatisch wissen, welche Schritte du gehen musst?


Würdest du sofort wissen, wie dein Angebot aussehen soll?


Würdest du genau wissen, worauf du dich konzentrieren solltest?


Die meisten Frauen beantworten diese Frage mit Nein.


Und genau deshalb lohnt es sich, genauer hinzusehen.


Mehr Zeit löst nicht automatisch Unsicherheit.


Mehr Zeit beantwortet keine offenen Fragen.


Mehr Zeit ersetzt keine Richtung.


Oft passiert sogar das Gegenteil.


Menschen mit viel Unsicherheit verbringen zusätzliche Zeit häufig mit weiterer Recherche, weiteren Kursen und noch mehr Vorbereitung.


Fortschritt entsteht dagegen meist dann, wenn Klarheit entsteht.


Wenn klar wird, welcher Schritt als Nächstes sinnvoll ist.


Wenn klar wird, worauf man sich konzentrieren sollte.


Und wenn klar wird, welche Dinge im Moment noch gar keine Rolle spielen.


Deshalb können vier Stunden mit Klarheit oft mehr bewirken als zehn Stunden ohne Richtung.



Warum nebenberuflich selbstständig machen für viele Mütter der sinnvollste Weg ist


Viele Menschen verbinden Selbstständigkeit noch immer mit einem großen Sprung.


Kündigung.


Unsicherheit.


Finanziellen Druck.


Doch die Realität sieht häufig anders aus.


Aktuelle Zahlen der KfW zeigen, dass ein großer Teil der Gründungen in Deutschland zunächst im Nebenerwerb erfolgt.


Das hat einen entscheidenden Vorteil:


Es entsteht Raum zum Lernen.


Wer nebenberuflich gründet, muss nicht sofort vom eigenen Business leben.


Es entsteht die Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln, Prozesse kennenzulernen und Schritt für Schritt herauszufinden, was funktioniert.


Gerade für Mütter ist das häufig ein großer Vorteil.


Denn Vereinbarkeit bedeutet nicht, das bestehende Leben komplett auf den Kopf zu stellen.


Vereinbarkeit bedeutet, etwas Neues so aufzubauen, dass es in das bestehende Leben integriert werden kann.


Genau deshalb ist die Nebenberuflichkeit für viele kein Kompromiss.


Sondern ein strategisch sinnvoller Weg.



Ein realistischer Fahrplan für die ersten Monate


Viele Frauen glauben, sie müssten den gesamten Weg kennen, bevor sie losgehen.


In der Praxis entsteht Klarheit jedoch meist Schritt für Schritt.


Deshalb kann es hilfreich sein, den Aufbau einer nebenberuflichen Selbstständigkeit in einzelne Phasen zu unterteilen.


Phase 1: Orientierung und Klarheit (ca. 2 Wochen)


Am Anfang geht es nicht um Marketing oder Sichtbarkeit.


Es geht darum, einen Überblick zu bekommen.


Wo stehst du aktuell?


Welche Erfahrungen bringst du mit?


Welche Ziele verfolgst du?


Und wie soll deine Selbstständigkeit überhaupt in dein Leben passen?


Viele Frauen überspringen diesen Schritt und springen direkt in die Umsetzung. Dabei spart eine klare Ausgangsbasis später oft viel Zeit.



Phase 2: Markt und Zielgruppe verstehen (ca. 2 Wochen)


Im nächsten Schritt wird geprüft, für wen das spätere Angebot überhaupt gedacht ist.


Welche Menschen möchtest du unterstützen?


Welche Herausforderungen haben sie?


Welche Lösungen nutzen sie bisher?


Je besser dieses Verständnis wird, desto leichter werden die nächsten Schritte.


Denn erfolgreiche Selbstständigkeit entsteht nicht nur aus einer guten Idee, sondern auch aus einem echten Bedarf.



Phase 3: Positionierung entwickeln (ca. 2 bis 4 Wochen)


Jetzt wird das Vorhaben konkreter.


Wofür möchtest du stehen?


Wobei möchtest du unterstützen?


Warum sollten Menschen gerade mit dir arbeiten?


Eine gute Positionierung sorgt dafür, dass andere schnell verstehen, was du anbietest und für wen dein Angebot gedacht ist.



Phase 4: Das erste Angebot entwickeln (ca. 2 Wochen)


Erst jetzt entsteht ein konkretes Angebot.


Viele Gründerinnen glauben, dieser Schritt müsse perfekt sein.


In Wirklichkeit geht es zunächst darum, eine erste Version zu entwickeln, mit der man Erfahrungen sammeln kann.


Die meisten Angebote verändern sich später ohnehin noch einmal.



Phase 5: Sichtbarkeit aufbauen (ca. 1 bis 3 Monate)


Nun beginnt die Phase, die viele mit Selbstständigkeit verbinden.


Menschen müssen erfahren, dass es dich gibt.


Das kann über eine Website geschehen, über LinkedIn, einen Blog, Empfehlungen oder andere Wege.


Wichtig ist nicht, überall gleichzeitig präsent zu sein.


Wichtig ist, überhaupt sichtbar zu werden.



Phase 6: Marketingstruktur aufbauen (fortlaufend)


Mit der Zeit entsteht daraus ein System.


Menschen werden auf dich aufmerksam.


Interessentinnen lernen dein Angebot kennen.


Empfehlungen entstehen.


Marketing wird dadurch weniger zufällig und planbarer.


Diese Phase endet nicht nach einigen Wochen. Sie entwickelt sich mit deinem Business weiter.



Die eigentliche Aufgabe besteht nicht darin, mehr Zeit zu finden


Wenn du aus diesem Artikel nur einen Gedanken mitnehmen möchtest, dann vielleicht diesen:


Die meisten Mütter brauchen nicht zuerst mehr Zeit.


Sie brauchen mehr Klarheit.


Klarheit darüber, wie der Weg aussehen kann.


Klarheit darüber, welcher Schritt als Nächstes sinnvoll ist.


Und Klarheit darüber, dass Selbstständigkeit nicht bedeutet, sofort alles auf einmal schaffen zu müssen.


Denn genau dort entsteht Bewegung.


Nicht aus Perfektion.


Nicht aus endloser Vorbereitung.


Sondern aus einem klaren nächsten Schritt.



Du möchtest herausfinden, welcher Weg zu dir passt?


Wenn du schon länger darüber nachdenkst, dich nebenberuflich selbstständig zu machen, aber das Gefühl hast, immer wieder an denselben Fragen hängen zu bleiben, dann lass uns gemeinsam darauf schauen.


In einem kostenlosen Erstgespräch sprechen wir über deine aktuelle Situation, deine Ziele und die nächsten sinnvollen Schritte auf deinem Weg in die Selbstständigkeit.


Ohne Druck.


Ohne Hustle.


Aber mit einem klaren Blick darauf, was für dich realistisch und machbar ist.






Über Martyna


Hi, ich bin Martyna – Mama & Gründungsberaterin für Mütter.


Ich weiß, wie es sich anfühlt, ständig zu funktionieren – und innerlich leer zu werden.


Meine Geschichte begann nicht mit einem großen Plan, sondern mit einem Moment der Klarheit.


Ich wollte herausfinden, was mich wirklich erfüllt – und habe erkannt:


Leichtigkeit entsteht, wenn du deinen eigenen Weg gehst.


Heute begleite ich Mütter wie dich, die spüren, dass Selbstständigkeit mehr sein kann als Arbeit – nämlich ein Weg zurück zu sich selbst, in ihre Kraft und in ein Business mit Sinn.

 
 
 

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