top of page

Zielgruppe finden: So findest du Schritt für Schritt deine Wunschkundin

  • Autorenbild: Martyna Gülfirat
    Martyna Gülfirat
  • vor 5 Tagen
  • 8 Min. Lesezeit



Zielgruppe finden: Warum dieser Schritt über den Erfolg deines Business entscheidet


Viele Gründerinnen starten voller Motivation in ihre Selbstständigkeit. Sie überlegen sich eine Businessidee, entwickeln erste Angebote oder beginnen bereits mit ihrer Website und ihren Social-Media-Kanälen.


Doch irgendwann merken viele, dass etwas nicht funktioniert. Die Inhalte erreichen kaum Menschen, Anfragen bleiben aus oder sie haben das Gefühl, mit ihren Texten niemanden wirklich anzusprechen. Häufig liegt das Problem nicht am Angebot oder am Marketing, sondern daran, dass die Zielgruppe noch nicht klar genug definiert wurde.


Vielleicht hast du schon einmal Sätze gesagt wie: „Ich möchte Müttern helfen.“ Oder: „Meine Zielgruppe sind Frauen.“ Das klingt zunächst völlig logisch. Doch je größer und allgemeiner deine Zielgruppe ist, desto schwieriger wird es später, Inhalte zu erstellen, die sich wirklich persönlich anfühlen.


Denn Menschen kaufen selten ein Angebot, weil sie zu einer bestimmten Altersgruppe gehören. Sie kaufen, weil sie sich verstanden fühlen.


Deshalb gehört das Zielgruppe finden zu den wichtigsten Schritten beim Aufbau deines Business. Wenn du weißt, mit wem du arbeiten möchtest, welche Herausforderungen diese Menschen beschäftigen und wonach sie wirklich suchen, werden plötzlich viele Entscheidungen leichter. Du entwickelst passende Angebote, dir fallen Inhalte deutlich leichter und du ziehst genau die Menschen an, denen du wirklich helfen möchtest.


In diesem Artikel zeige ich dir einen einfachen Fahrplan, mit dem du Schritt für Schritt deine Wunschkundin entwickelst.



Schritt 1: Entscheide zuerst, mit welchen Menschen du arbeiten möchtest


Wenn wir eine Businessidee haben, stellen wir uns häufig als Erstes die Frage: Gibt es dafür überhaupt einen Markt? Diese Frage ist wichtig. Ich würde sie aber nicht an den Anfang stellen.


Bevor du prüfst, ob Menschen nach deinem Angebot suchen, solltest du dir überlegen, mit welchen Menschen du überhaupt arbeiten möchtest. Schließlich wirst du diese Menschen später begleiten, ihre Fragen beantworten und mit ihnen Gespräche führen. Vielleicht arbeitest du sogar mehrere Monate eng mit ihnen zusammen. Deshalb sollte deine Zielgruppe nicht nur wirtschaftlich sinnvoll sein. Sie sollte auch zu dir passen.


Gerade als Mutter halte ich das für besonders wichtig. Unsere Zeit und unsere Energie sind begrenzt. Deshalb lohnt es sich, ein Business aufzubauen, das sich nicht nur finanziell trägt, sondern auch Freude macht.


Frage dich deshalb einmal ganz bewusst:


  • Mit welchen Menschen arbeite ich besonders gerne?

  • Welche Gespräche geben mir Energie?

  • Welche Herausforderungen kann ich besonders gut nachvollziehen?

  • Bei welchen Problemen helfe ich besonders gerne?


Vielleicht denkst du jetzt: „Ich weiß das doch noch gar nicht genau.“


Das ist völlig normal. Die wenigsten Gründerinnen starten mit einer glasklaren Zielgruppe. Oft entwickelt sich diese erst mit den ersten Gesprächen und Erfahrungen. Trotzdem lohnt es sich, schon am Anfang eine Richtung festzulegen, denn sie hilft dir dabei, die nächsten Schritte deutlich leichter zu gehen.



Schritt 2: Prüfe, ob für dieses Problem überhaupt Bedarf besteht


Nur weil dich ein Thema begeistert, bedeutet das leider noch nicht automatisch, dass Menschen dafür auch Geld ausgeben möchten.


Deshalb folgt nach dem ersten Schritt direkt die Marktanalyse. Keine Sorge – dafür musst du keine komplizierten Statistiken auswerten oder teure Marktforschung betreiben. Schon mit wenigen Recherchen kannst du herausfinden, ob Menschen aktiv nach einer Lösung suchen.


Du könntest dir zum Beispiel folgende Fragen stellen:


  • Suchen Menschen bei Google nach diesem Problem?

  • Welche Fragen werden in Facebook-Gruppen oder Online-Communities immer wieder gestellt?

  • Gibt es Podcasts, Bücher oder Blogs zu diesem Thema?

  • Bieten andere Unternehmen oder Selbstständige bereits ähnliche Lösungen an?

  • Investieren Menschen bereits Geld, um dieses Problem zu lösen?


Vielleicht überrascht dich der letzte Punkt. Viele Gründerinnen hoffen, dass sie eine Geschäftsidee finden, die es bisher noch gar nicht gibt. Dabei ist häufig genau das Gegenteil ein gutes Zeichen.


Wenn bereits andere Anbieterinnen erfolgreich in diesem Bereich arbeiten, zeigt das zunächst einmal, dass Menschen bereit sind, für eine Lösung Geld auszugeben. Natürlich solltest du nicht einfach ein bestehendes Angebot kopieren. Aber Konkurrenz bedeutet nicht automatisch, dass kein Platz mehr für dich ist.


Im Gegenteil. Jede Unternehmerin bringt ihre eigenen Erfahrungen, ihre Persönlichkeit und ihre Art zu arbeiten mit. Und genau dadurch entstehen unterschiedliche Angebote für unterschiedliche Menschen.


An diesem Punkt treffen drei wichtige Fragen aufeinander:


  • Mit welchen Menschen möchtest du arbeiten?

  • Gibt es für ihr Problem eine echte Nachfrage?

  • Kannst du sie dabei unterstützen, dieses Problem zu lösen?


Wenn du alle drei Fragen mit Ja beantworten kannst, hast du bereits eine sehr gute Grundlage geschaffen.


Im nächsten Schritt geht es darum, deine Wunschkundin nicht nur zu beschreiben, sondern sie wirklich zu verstehen.



Schritt 3: Lerne deine Wunschkundin wirklich kennen


Wenn du weißt, mit welchen Menschen du arbeiten möchtest und geprüft hast, dass für ihr Problem eine Nachfrage besteht, beginnt der wichtigste Teil.


Jetzt geht es nicht mehr darum, deine Zielgruppe zu beschreiben. Jetzt geht es darum, sie wirklich zu verstehen.


Viele Gründerinnen erstellen an dieser Stelle einen sogenannten Avatar. Sie schreiben auf:


  • 35 Jahre alt

  • verheiratet

  • zwei Kinder

  • angestellt

  • wohnt in einer Großstadt


Diese Informationen können zwar hilfreich sein, sie beantworten aber nicht die entscheidende Frage:


Warum sucht diese Frau überhaupt nach einer Lösung?


Denn Menschen kaufen kein Angebot, weil sie 35 Jahre alt sind oder zwei Kinder haben. Sie kaufen, weil sie ein Problem lösen möchten.


Deshalb solltest du dir viel lieber folgende Fragen stellen:


  • Was beschäftigt meine Wunschkundin gerade?

  • Wovor hat sie Angst?

  • Was hält sie davon ab, den nächsten Schritt zu gehen?

  • Was wünscht sie sich eigentlich?

  • Welche Gedanken kreisen immer wieder in ihrem Kopf?


Nehmen wir als Beispiel eine Mutter, die sich selbstständig machen möchte.

Vielleicht denkt sie:


"Ich wünsche mir mehr Flexibilität, aber ich weiß nicht, ob ich den Schritt wirklich schaffen kann."


Oder:


"Ich habe so viele Ideen, aber keine Ahnung, womit ich anfangen soll."


Oder:


"Ich habe Angst, Geld zu investieren und später festzustellen, dass meine Idee gar nicht funktioniert."


Genau diese Gedanken sind später die Grundlage für deine Inhalte.


Wenn deine Wunschkundin einen Blogartikel liest oder einen Instagram-Beitrag von dir sieht und denkt:


"Das ist genau mein Problem."


Dann entsteht Vertrauen. Und Vertrauen ist meistens der erste Schritt zu einer späteren Zusammenarbeit.


Deshalb lohnt es sich, weniger Zeit in demografische Daten zu investieren und deutlich mehr Zeit in die Gedankenwelt deiner Zielgruppe. Denn je besser du deine Wunschkundin verstehst, desto leichter fällt dir später alles andere: deine Inhalte, dein Marketing und auch dein Angebot.



Schritt 4: Höre deiner Zielgruppe zu, statt Vermutungen anzustellen


Vielleicht fragst du dich jetzt:


„Woher soll ich denn all diese Informationen überhaupt bekommen?"


Die gute Nachricht ist: Du musst sie dir gar nicht ausdenken. Die Antworten sind bereits da. Du musst nur anfangen, zuzuhören.


Viele Gründerinnen versuchen, ihre Wunschkundin am Schreibtisch zu entwickeln. Sie überlegen stundenlang, was ihre Zielgruppe wohl denken oder fühlen könnte. Dabei ist es viel einfacher, echte Menschen zu beobachten.


Eine gute Möglichkeit sind beispielsweise Google-Suchanfragen. Überlege dir, wonach deine Wunschkundin suchen würde, wenn sie abends auf dem Sofa sitzt und nach einer Lösung sucht. Welche Fragen würde sie bei Google eingeben?


Auch Kommentare unter Instagram-Beiträgen oder YouTube-Videos können unglaublich wertvoll sein. Dort schreiben Menschen häufig ganz offen, welche Herausforderungen sie beschäftigen oder welche Fragen sie noch haben.


Dasselbe gilt für Facebook-Gruppen, Online-Communities oder Foren. Lies dort nicht nur die Beiträge. Achte vor allem darauf, welche Formulierungen immer wieder auftauchen.


Welche Probleme werden besonders häufig genannt?


Welche Fragen werden immer wieder gestellt?


Welche Wörter benutzen die Menschen selbst?


Denn genau diese Sprache solltest du später auch in deinen eigenen Inhalten verwenden.


Auch Gespräche mit potenziellen Kundinnen können dir wertvolle Einblicke geben. Du musst dabei keine aufwendigen Interviews führen. Oft reichen schon ganz normale Unterhaltungen.


Höre aufmerksam zu. Frage nach. Und versuche, nicht sofort eine Lösung anzubieten.


Je besser du zuhörst, desto besser wirst du verstehen, was deine Wunschkundin wirklich braucht. Vielleicht stellst du dabei sogar fest, dass ihre eigentlichen Probleme ganz andere sind als die, die du ursprünglich vermutet hast.


Und genau deshalb ist dieser Schritt so wichtig.


Je besser du die Sprache, Gedanken und Herausforderungen deiner Zielgruppe kennst, desto leichter wird es dir später fallen, Inhalte zu schreiben, die sich persönlich anfühlen.


Menschen möchten nicht das Gefühl haben, dass du mit allen sprichst.


Sie möchten das Gefühl haben, dass du mit ihnen sprichst.


Genau das ist der Unterschied zwischen einer Zielgruppe, die du beschreiben kannst, und einer Zielgruppe, die du wirklich verstehst.



Schritt 5: Entwickle jetzt erst dein Angebot


Viele Gründerinnen beginnen ihre Selbstständigkeit mit genau dieser Frage:


„Was könnte ich eigentlich anbieten?“


Sie überlegen sich Programme, Pakete oder Preise, obwohl sie ihre Zielgruppe noch gar nicht richtig kennen.


Dabei entsteht ein gutes Angebot nur selten am Schreibtisch. Es entsteht aus einem tiefen Verständnis für die Menschen, denen du helfen möchtest.


Wenn du weißt,


  • mit welchen Menschen du arbeiten möchtest,

  • welches Problem sie lösen möchten,

  • welche Gedanken sie beschäftigen

  • und welche Unterstützung sie sich wirklich wünschen,

entwickelt sich dein Angebot oft fast von selbst.


Plötzlich wird deutlich, wobei deine Wunschkundin Unterstützung braucht. Du erkennst, welche Fragen immer wieder auftauchen, und verstehst, welche Lösung ihr wirklich weiterhilft. Dadurch wird dein Angebot nicht nur klarer, sondern es wird auch deutlich leichter, darüber zu sprechen.


Denn du beschreibst nicht mehr einfach eine Dienstleistung. Du zeigst deiner Wunschkundin, wie du ihr dabei helfen kannst, ein konkretes Problem zu lösen.


Genau deshalb empfehle ich meinen Kundinnen immer, zuerst an ihrer Zielgruppe und ihrer Positionierung zu arbeiten. Das Angebot ist häufig nicht der erste Schritt – es ist die logische Konsequenz aus den Schritten davor.



Schritt 6: Lass deine Zielgruppe gemeinsam mit deinem Business wachsen


Vielleicht hast du beim Lesen gemerkt, dass du noch nicht jede Frage beantworten kannst.


Das ist völlig normal.


Viele Gründerinnen glauben, sie müssten ihre Zielgruppe von Anfang an perfekt kennen. Doch genau das ist einer der größten Irrtümer.


Fast jede Unternehmerin entwickelt ihre Zielgruppe im Laufe der Zeit weiter – mit jeder Kundin, jedem Gespräch und jeder Erfahrung.


Vielleicht stellst du nach einigen Monaten fest, dass dir bestimmte Menschen besonders viel Freude machen. Oder du merkst, dass deine Kundinnen ganz andere Herausforderungen haben als ursprünglich gedacht. Vielleicht verändert sich sogar dein gesamtes Angebot.


All das gehört zu einer ganz normalen Entwicklung.


Eine Zielgruppe ist nichts Starres. Sie wächst gemeinsam mit deinem Business.


Deshalb solltest du deine ersten Entscheidungen nicht als endgültig betrachten. Sie sind dein Ausgangspunkt. Mit jeder Erfahrung wirst du besser verstehen, welche Menschen du unterstützen möchtest, welche Probleme sie wirklich beschäftigen und wie du ihnen am besten helfen kannst.


Genau dadurch wird dein Business mit der Zeit immer klarer.



Fazit


Wenn du deine Zielgruppe finden möchtest, beginne nicht mit einem perfekten Avatar oder einer komplizierten Marketingstrategie.


Beginne mit den Menschen.


Überlege dir, mit wem du langfristig arbeiten möchtest. Prüfe, ob für deren Problem tatsächlich Bedarf besteht. Lerne ihre Gedanken, Sorgen und Wünsche kennen. Höre ihnen aufmerksam zu. Und entwickle erst danach dein Angebot.


Du musst deine Zielgruppe heute noch nicht perfekt kennen. Viel wichtiger ist, dass du anfängst.


Mit jedem Gespräch, mit jeder Kundin und mit jeder Erfahrung wirst du besser verstehen, wem du wirklich helfen möchtest. Genau diese Klarheit sorgt später dafür, dass dir Inhalte leichter fallen, dein Marketing authentischer wirkt und dein Angebot die richtigen Menschen anspricht.


Denn erfolgreiche Businesses entstehen selten dadurch, dass von Anfang an alles perfekt ist. Sie entstehen dadurch, dass Gründerinnen bereit sind zu lernen, zuzuhören und sich Schritt für Schritt weiterzuentwickeln.



Du musst diesen Weg nicht alleine gehen


Wenn du gerade dabei bist, dein Business aufzubauen und dir noch Klarheit über deine Zielgruppe, deine Positionierung oder dein Angebot fehlt, begleite ich dich gerne dabei.


Gemeinsam entwickeln wir Schritt für Schritt ein Business, das nicht nur wirtschaftlich funktioniert, sondern auch zu dir und deinem Familienleben passt.


In einem kostenlosen Erstgespräch schauen wir uns deine aktuelle Situation an, sprechen über deine Ideen und finden heraus, welche nächsten Schritte für dich sinnvoll sind.



Über Martyna


Hi, ich bin Martyna – Mama und Gründungsberaterin für Mütter.


Ich weiß, wie es sich anfühlt, ständig zu funktionieren und gleichzeitig das Gefühl zu haben, dass beruflich noch mehr möglich sein müsste.


Meine Geschichte begann nicht mit einem perfekten Businessplan, sondern mit einer einfachen Frage:


Wie möchte ich eigentlich leben und arbeiten?


Heute begleite ich Mütter dabei, genau darauf ihre eigenen Antworten zu finden.


Gemeinsam entwickeln wir eine Businessidee, die zu deinen Stärken, deinen Werten und deinem Familienleben passt.


Denn ich bin überzeugt:


Ein erfolgreiches Business entsteht nicht dadurch, dass du möglichst viel arbeitest.

Sondern dadurch, dass du ein Business aufbaust, das wirklich zu dir passt.

 
 
 

Kommentare


bottom of page