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Erstes Angebot erstellen als Selbstständige: So entwickelst du ein Angebot, das zu deinem Business passt

  • Autorenbild: Martyna Gülfirat
    Martyna Gülfirat
  • 13. Aug.
  • 8 Min. Lesezeit


Du hast deine Businessidee gefunden. Deine Positionierung steht und du weißt, mit welchen Menschen du arbeiten möchtest.


Eigentlich müsste jetzt alles klar sein.


Und trotzdem taucht an diesem Punkt oft die nächste große Frage auf:


Was genau sollen meine Kundinnen eigentlich bei mir buchen?


Vielleicht weißt du, dass du als Familiencoachin, Ernährungsberaterin, virtuelle Assistentin oder in einem ganz anderen Bereich arbeiten möchtest. Du weißt auch, wem du helfen möchtest und wofür du stehen willst.


Aber daraus ist noch kein konkretes Angebot entstanden.


Soll es eine einzelne Beratung werden? Eine mehrwöchige 1:1-Begleitung? Ein Paket? Ein Workshop? Vielleicht hast du sogar schon so viele Ideen, dass du am liebsten direkt mehrere Angebote entwickeln möchtest.


Genau hier wird aus deiner Positionierung etwas, das deine Kundinnen tatsächlich kaufen können.


Wenn du dein erstes Angebot als Selbstständige erstellen möchtest, musst du dafür noch keine perfekte Produktwelt entwickeln. Du brauchst zunächst eine klare erste Version und eine Vorstellung davon, wie dieses Angebot langfristig in dein Business passt.


In diesem Artikel zeige ich dir, wie du genau dabei vorgehen kannst.


Von deiner Positionierung zu deinem ersten Angebot


Wenn deine Positionierung bereits steht, musst du beim Angebot nicht wieder von vorne anfangen.


Du hast dich bereits damit beschäftigt, für wen du da sein möchtest, welches Problem du lösen kannst und wie du dich damit am Markt positionierst.


Jetzt geht es um den nächsten Schritt:


Wie wird daraus etwas, das deine Kundin konkret buchen kann?


Nehmen wir als Beispiel eine Familiencoachin.


Ihre Positionierung könnte bereits klar sein. Sie weiß, welche Eltern sie begleiten möchte und bei welchen Herausforderungen sie unterstützt.


Jetzt muss daraus ein konkretes Angebot entstehen.


Das könnte zum Beispiel eine einzelne Beratung sein. Eine vierwöchige 1:1-Begleitung. Ein Workshop. Oder später ein Gruppenprogramm.


Die Frage lautet jetzt also nicht mehr:


„Wem helfe ich wobei?“


Sondern:


„Wie sieht meine Unterstützung ganz konkret aus?“


Und genau das ist Angebotsentwicklung.


Entscheide, wie deine Unterstützung aussehen soll


Ein Angebot macht deine Expertise greifbar.


Deine Kundin sollte verstehen können, was sie bei dir bekommt und wie die Zusammenarbeit ungefähr aussieht.


Dafür brauchst du einige grundlegende Entscheidungen.

Zum Beispiel:


·       Arbeitest du 1:1 oder mit mehreren Menschen gleichzeitig?

·       Handelt es sich um einen einzelnen Termin oder eine längere Begleitung?

·       Wie lange dauert die Zusammenarbeit?

·       Welche Leistungen gehören dazu?

·       Wie viel persönliche Betreuung ist sinnvoll?

·       Was braucht deine Kundin tatsächlich, um mit deiner Unterstützung weiterzukommen?


Dabei geht es noch nicht darum, jedes Detail perfekt auszuarbeiten.


Du brauchst zunächst einen Rahmen.


Vielleicht stellst du dabei fest, dass eine einzelne Session für dein Thema ausreicht.


Vielleicht merkst du aber auch, dass deine Kundinnen mehrere Wochen Begleitung brauchen.


Beides kann richtig sein.


Entscheidend ist, dass die Form deines Angebots zu der Unterstützung passt, die du leisten möchtest.


Dein Angebot muss auch zu deinem Leben passen


Bei der Entwicklung eines Angebots schauen wir schnell darauf, was andere machen.


Wie lang sind deren Programme?


Wie viele Calls bieten sie an?


Gibt es WhatsApp-Support?


Arbeiten sie 1:1 oder in Gruppen?


Doch dein Angebot muss nicht nur für deine Kundinnen funktionieren.


Es muss auch für dich funktionieren.


Gerade als Mutter halte ich diesen Punkt für besonders wichtig.


Vielleicht möchtest du hauptsächlich vormittags arbeiten. Vielleicht kannst du nur eine begrenzte Anzahl an Terminen pro Woche anbieten. Vielleicht möchtest du langfristig weniger 1:1 arbeiten oder bewusst genau diese intensive Zusammenarbeit beibehalten.

All das beeinflusst, wie dein Angebot aussehen sollte.


Ein Angebot kann auf dem Papier großartig wirken und trotzdem nicht zu deinem Leben passen.


Deshalb frage dich nicht nur:


„Was könnte ich anbieten?“


Sondern auch:


„Möchte und kann ich dieses Angebot langfristig so umsetzen?“


Denn dein Business sollte sich in dein Familienleben integrieren lassen und nicht irgendwann zu einem zweiten System werden, das ständig mehr von dir verlangt, als du eigentlich geben möchtest.


Starte mit einem klaren Kernangebot


Gerade am Anfang ist die Versuchung groß, möglichst viele Möglichkeiten anzubieten.

Eine einzelne Session für diejenigen, die erst einmal reinschnuppern möchten.


Ein kleines Paket.


Ein größeres Paket.


Vielleicht noch ein Gruppenprogramm.


Und weil du unterschiedliche Interessen oder Fähigkeiten hast, kommen schnell noch weitere Ideen dazu.


Das wirkt zunächst sinnvoll. Schließlich möchtest du möglichst vielen Menschen etwas Passendes anbieten.


Doch dadurch kann dein Business unnötig kompliziert werden.


Du musst mehrere Angebote erklären.


Du musst unterschiedliche Leistungen organisieren.


Du musst verschiedene Angebote vermarkten.


Und gleichzeitig weißt du bei keinem davon bisher wirklich, wie deine Kundinnen darauf reagieren.


Deshalb finde ich es gerade am Anfang sinnvoll, ein klares Kernangebot zu entwickeln, mit dem du zunächst Erfahrungen sammelst.


Das bedeutet nicht, dass dein Business langfristig nur aus einem einzigen Angebot bestehen soll.


Im Gegenteil.


Du darfst schon jetzt größer denken.


Aber du musst nicht alles gleichzeitig fertig entwickeln.


Deine Angebote sollten sinnvoll aufeinander aufbauen


Langfristig besteht dein Business wahrscheinlich nicht aus einem einzigen Angebot.


Menschen lernen dich an unterschiedlichen Punkten kennen und benötigen unterschiedlich viel Unterstützung.


Vielleicht entdeckt jemand zuerst einen Blogartikel oder hört deinen Podcast.


Später lädt sie sich ein kostenloses Angebot herunter oder bucht eine einzelne Session.


Und irgendwann entscheidet sie sich vielleicht für eine intensivere Begleitung.


Genau daraus kann eine Angebotstreppe entstehen.


Die einzelnen Angebote stehen dabei nicht zufällig nebeneinander. Sie bauen sinnvoll aufeinander auf und führen deine Kundin Schritt für Schritt weiter.


Das ist ein wichtiger Unterschied.


Denn fünf verschiedene Angebote zu haben bedeutet noch lange nicht, eine gute Angebotsstruktur zu besitzen.


Stell dir deine Angebote deshalb nicht wie fünf einzelne Produkte in einem Regal vor.


Stell sie dir eher wie Stufen vor.


Jede Stufe hat ihre eigene Aufgabe.


Und jede kann zu einem sinnvollen nächsten Schritt führen.


Du kannst diese Struktur bereits beim Aufbau deines Business mitdenken, ohne jede einzelne Stufe sofort vollständig entwickeln zu müssen.


Dein erstes Kernangebot bildet dabei einen guten Ausgangspunkt.


Mit den Erfahrungen, die du damit sammelst, wirst du später viel besser erkennen, welche weiteren Angebote davor oder danach wirklich sinnvoll sind.


Dein erstes Angebot muss nicht perfekt sein


Und genau hier beginnt für viele Gründerinnen die nächste Hürde.


Das Angebot steht eigentlich.


Aber es fühlt sich noch nicht fertig an.


Vielleicht möchtest du noch etwas ergänzen.


Noch ein Workbook erstellen.


Noch eine Leistung hinzufügen.


Noch einmal die Dauer verändern.


Oder du vergleichst dein Angebot mit dem einer Unternehmerin, die bereits seit zehn Jahren selbstständig ist, und plötzlich wirkt deine eigene Version viel zu klein.


Doch dein erstes Angebot hat eine Aufgabe, die viel wichtiger ist als Perfektion:


Es soll dir ermöglichen, echte Erfahrungen zu sammeln.


Denn einen Teil deiner Angebotsentwicklung kannst du nicht am Schreibtisch erledigen.


Er entsteht erst durch Kundinnen.


Erst in der Zusammenarbeit merkst du, welche Fragen wirklich auftauchen.


Du erkennst, wobei deine Kundinnen besonders viel Unterstützung brauchen.


Du merkst, welche Inhalte wichtig sind und welche vielleicht gar nicht gebraucht werden.


Und genau dadurch entwickelt sich dein Angebot weiter.


Deine erste Version muss deshalb nicht deine endgültige Version sein.


Sie muss gut genug sein, damit du mit ihr starten kannst.


Dein Wissensvorsprung kann bereits genug sein


Neben dem Wunsch nach einem perfekten Angebot taucht häufig noch ein anderer Zweifel auf:


„Weiß ich überhaupt genug, um damit nach draußen zu gehen?“


Gerade am Anfang vergleichen wir uns schnell mit Menschen, die viel weiter sind.


Mit Expertinnen, die schon jahrelang in ihrem Bereich arbeiten.


Mit großen Accounts.


Mit Menschen, die bereits hunderte Kundinnen begleitet haben.


Dabei ist für dein erstes Angebot eine andere Frage viel hilfreicher:


Wem bist du heute bereits ein paar Schritte voraus?


Vielleicht bringst du Wissen aus deinem bisherigen Beruf mit.


Vielleicht hast du eine Ausbildung abgeschlossen.


Vielleicht hast du bestimmte Herausforderungen selbst gemeistert und dir über Jahre Wissen aufgebaut.


Oder Menschen kommen schon heute immer wieder mit bestimmten Fragen zu dir.

Du musst nicht alles wissen.


Aber du solltest deiner Kundin bei dem Thema, für das sie dich bucht, fundiert weiterhelfen können.


Manchmal hilft deshalb eine einfache Frage:


Was weiß oder kann ich heute, was ich selbst vor ein oder zwei Jahren gerne gewusst oder gekonnt hätte?


Darin kann bereits sehr viel Wert für einen anderen Menschen liegen.


Geh mit einer ersten Version nach draußen


Irgendwann kommt bei jeder Angebotsentwicklung der Punkt, an dem weiteres Nachdenken kaum noch neue Erkenntnisse bringt.


Dann musst du testen.


Das bedeutet nicht, dein Angebot einmal zu veröffentlichen und nach zwei Wochen zu entscheiden, ob es funktioniert.


Gerade das passiert allerdings häufig.


Ein Angebot wird entwickelt.


Es wird ein paar Mal gezeigt.


Es kommen nicht sofort Anfragen.


Und schon beginnt die nächste Überarbeitung.


Der Name wird geändert.


Der Umfang wird verändert.


Der Preis wird angepasst.


Oder es entsteht direkt ein komplett neues Angebot.


Doch dadurch bekommt dein ursprüngliches Angebot kaum eine Chance.


Vielleicht lag es gar nicht am Angebot.


Vielleicht haben noch zu wenige Menschen davon erfahren.


Vielleicht musst du klarer kommunizieren, was deine Kundin davon hat.


Oder vielleicht brauchst du einfach mehr Gespräche und Erfahrungen.


Deshalb:


Gib deinem Angebot Zeit.


Verändere es nicht bei jedem Zweifel.


Beobachte stattdessen, was passiert.


Sprich mit Menschen.


Arbeite mit deinen ersten Kundinnen.


Höre zu.


Und entwickle dein Angebot auf Grundlage dieser Erfahrungen weiter.


So kannst du dein erstes Angebot als Selbstständige erstellen


Wenn du gerade an deinem ersten Angebot sitzt, brauchst du noch kein 30-seitiges Konzept.


Für deine erste Version kannst du dir einen einfachen Rahmen schaffen:


1. Nimm deine Positionierung als Ausgangspunkt. Du weißt bereits, wem du helfen möchtest und wofür du stehst. Genau daraus entsteht dein Angebot.


2. Entscheide dich für eine konkrete Form der Zusammenarbeit. Soll es eine einzelne Beratung, eine 1:1-Begleitung, ein Workshop oder ein anderes Format sein?


3. Lege den Rahmen fest. Wie lange dauert die Zusammenarbeit? Was ist enthalten? Wie viel Unterstützung ist sinnvoll?


4. Prüfe, ob das Angebot zu deinem Alltag passt. Kannst und möchtest du diese Form der Zusammenarbeit auch wirklich anbieten?


5. Ordne dein Angebot in deine größere Angebotsstruktur ein. Was könnte langfristig davor kommen? Und welche Unterstützung könnte für deine Kundin danach sinnvoll sein?


6. Starte mit einer ersten Version. Du musst nicht jede spätere Stufe sofort entwickeln. Bring dein Kernangebot in die Praxis und sammle Erfahrungen.


Damit hast du vielleicht noch nicht das Angebot, das du in fünf Jahren verkaufen wirst.


Aber du hast einen Ausgangspunkt.


Und genau den brauchst du jetzt.


Und was soll dein Angebot kosten?


Wenn dein Angebot steht, taucht meistens ziemlich schnell die nächste Frage auf:


„Was kann ich dafür verlangen?“


Und auch bei der Preisgestaltung gibt es nicht den einen perfekten Wert, den du nur irgendwie herausfinden musst.


Dein Preis hängt unter anderem von deinem Angebot, deinem Aufwand, dem Markt und dem Wert deiner Leistung für deine Kundin ab.


Deshalb ist die Preisgestaltung der nächste logische Schritt.


Denn erst wenn du weißt, was du überhaupt anbietest, kannst du sinnvoll entscheiden, welchen Preis du dafür festlegen möchtest.


Fazit: Dein erstes Angebot ist der Anfang deiner Angebotsstruktur


Wenn du dein erstes Angebot als Selbstständige erstellen möchtest, musst du nicht wieder bei null anfangen.


Deine Positionierung und deine Zielgruppe geben dir bereits die Richtung vor.


Jetzt geht es darum, daraus etwas Konkretes zu machen.


Eine Form der Zusammenarbeit.


Einen sinnvollen Umfang.


Ein Angebot, das zu deinen Kundinnen passt und gleichzeitig in dein eigenes Leben integrierbar ist.


Und dieses erste Angebot darf bereits Teil einer größeren Angebotstreppe sein.


Du musst nur nicht jede einzelne Stufe sofort fertig bauen.


Starte mit einer klaren ersten Version.


Gib ihr Zeit.


Sammle Erfahrungen.


Höre deinen Kundinnen zu.


Und entwickle daraus Schritt für Schritt eine Angebotsstruktur, die wirklich zu deinem Business passt.


Denn ein gutes Angebot entsteht nicht nur durch Planung.


Es wird besser, indem du damit arbeitest.


Du möchtest dein erstes Angebot gemeinsam entwickeln?


Wenn deine Positionierung steht, du aber noch unsicher bist, wie daraus ein konkretes Angebot und eine sinnvolle Angebotsstruktur entstehen können, begleite ich dich gerne dabei.


Gemeinsam schauen wir auf deine Ausgangssituation und entwickeln Schritt für Schritt ein Angebot, das zu deinen Kundinnen, deinem Business und deinem Familienleben passt.





Über Martyna


Hi, ich bin Martyna – Mama und Gründungsberaterin für Mütter.


Ich begleite Mütter dabei, Schritt für Schritt ein Business aufzubauen, das zu ihren Stärken, ihren Werten und ihrem Familienleben passt.


Dabei geht es nicht darum, von Anfang an alles perfekt geplant zu haben. Es geht darum, die richtigen Entscheidungen zur richtigen Zeit zu treffen und ein Business zu entwickeln, das mit dir wachsen darf.

 
 
 

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