Wie positioniere ich mich? So kannst du deine Positionierung finden
- Martyna Gülfirat
- 16. Juli
- 8 Min. Lesezeit

Du möchtest dich selbstständig machen, hast vielleicht schon eine Idee – und trotzdem drehst du dich im Kreis.
Du fragst dich:
"Wie positioniere ich mich eigentlich?"
"Muss ich mich wirklich auf eine Zielgruppe festlegen?"
"Was ist, wenn ich mich falsch entscheide?"
Vielleicht hast du schon unzählige Videos angeschaut, Beiträge gelesen oder ChatGPT gefragt. Trotzdem fühlt sich alles noch unklar an. Und genau deshalb schiebst du die nächsten Schritte immer wieder vor dir her. Du beginnst keine Website.
Du veröffentlichst keine Inhalte. Du entwickelst kein konkretes Angebot. Nicht, weil dir die Fähigkeiten fehlen. Sondern weil dir die Klarheit fehlt.
Gerade als Mama fühlt sich das besonders belastend an. Die Zeit für dein Business ist ohnehin knapp. Vielleicht arbeitest du während der Kita-Zeit, am Abend oder in den wenigen ruhigen Momenten dazwischen. Da möchtest du deine Energie nicht damit verschwenden, ständig über dieselben Fragen nachzudenken.
Die gute Nachricht ist:
Eine klare Positionierung bedeutet nicht, dass du dich für immer festlegen musst. Sie bedeutet vielmehr, dass du deinem Business eine Richtung gibst – damit du endlich losgehen kannst. In diesem Artikel erfährst du, was Positionierung als Gründerin wirklich bedeutet, warum sie dir jeden Tag Zeit spart und wie du Schritt für Schritt deine Positionierung finden kannst.
Was Positionierung als Gründerin wirklich bedeutet
Viele Frauen verbinden das Wort Positionierung mit einer endgültigen Entscheidung.
Sie denken:
"Wenn ich mich heute festlege, darf ich später nichts mehr verändern."
Oder:
"Wenn ich nur eine Zielgruppe anspreche, schließe ich alle anderen aus."
Diese Gedanken sind verständlich. Sie stimmen aber nicht.
Eine Positionierung ist kein Vertrag für die nächsten zwanzig Jahre. Sie ist deine
Startposition.
Sie hilft dir dabei, klar zu kommunizieren:
Wem möchtest du helfen?
Welches Problem löst du?
Warum gerade du?
Mehr braucht es am Anfang gar nicht. Denn Klarheit entsteht nicht ausschließlich durch Nachdenken. Sie entsteht vor allem durchs Tun. Mit jeder Kundin lernst du mehr über dich selbst.
Du merkst:
Welche Gespräche dir besonders viel Freude machen. Welche Themen dich begeistern. Welche Probleme du besonders gut lösen kannst. Mit welchen Menschen du am liebsten arbeitest.
Deshalb entwickeln viele erfolgreiche Unternehmerinnen ihre Positionierung immer weiter. Nicht, weil sie am Anfang alles falsch gemacht haben. Sondern weil sie unterwegs immer mehr über ihre Kundinnen gelernt haben.
Warum viele Gründerinnen ihre Positionierung unnötig kompliziert machen
Gerade wenn du am Anfang deiner Selbstständigkeit stehst, möchtest du alles richtig machen. Du suchst nach der perfekten Idee. Nach der perfekten Zielgruppe. Nach dem perfekten Angebot.
Doch genau dieser Perfektionismus hält viele Frauen monatelang auf. Sie ändern ständig ihre Ideen. Sie schreiben ihren Positionierungssatz immer wieder neu. Sie vergleichen sich mit anderen.
Und am Ende passiert oft... nichts.
Dabei braucht es keine perfekte Positionierung. Es braucht eine, mit der du starten kannst.
Ein Beispiel aus dem Alltag
Stell dir vor, zwei Frauen sind Ernährungsberaterinnen.
Beide schreiben auf ihre Website:
„Ich helfe Frauen dabei, sich gesünder zu ernähren.“
Das klingt zunächst völlig in Ordnung.
Doch welche Frau fühlt sich davon wirklich angesprochen?
Schauen wir genauer hin. Die erste begleitet Frauen mit chronischen Verdauungsbeschwerden oder Autoimmunerkrankungen.
Ihre Kundinnen fragen sich:
Warum vertrage ich bestimmte Lebensmittel plötzlich nicht mehr?
Was kann ich essen, ohne ständig Beschwerden zu haben?
Wie bekomme ich wieder mehr Energie?
Die zweite begleitet Frauen während der Schwangerschaft.
Ihre Kundinnen beschäftigen ganz andere Fragen:
Welche Lebensmittel unterstützen die Entwicklung meines Babys?
Worauf sollte ich lieber verzichten?
Wie ernähre ich mich ausgewogen, obwohl mir ständig übel ist?
Beide Frauen sind Ernährungsberaterinnen. Aber sie lösen völlig unterschiedliche Probleme. Und genau deshalb sprechen sie auch unterschiedlich.
Das zeigt sehr deutlich:
Nicht dein Beruf macht deine Positionierung aus. Entscheidend ist, für wen du welches konkrete Problem löst.
Warum eine klare Positionierung Vertrauen schafft
Menschen kaufen selten das allgemeinste Angebot.
Sie entscheiden sich meistens für die Person, bei der sie denken:
"Sie versteht genau, was gerade in meinem Kopf vorgeht."
Je besser du deine Zielgruppe und Positionierung kennst, desto leichter gelingt genau das.
Du kennst ihre Gedanken. Ihre Sorgen. Ihre Wünsche.
Ihre Zweifel. Und plötzlich fühlen sich deine Inhalte ganz anders an. Nicht mehr allgemein. Nicht mehr austauschbar.
Sondern persönlich. Genau dieses Gefühl von Verständnis ist oft der erste Schritt zu Vertrauen. Und Vertrauen entsteht lange bevor jemand ein Erstgespräch bucht. Es entsteht bereits beim Lesen deiner Website.
Beim Scrollen durch Instagram. Oder beim Hören deines Podcasts.
Die wichtigste Erkenntnis
Wenn du heute nur einen Gedanken aus diesem Abschnitt mitnimmst, dann diesen:
Du musst heute nicht die perfekte Positionierung finden. Du brauchst nur genug Klarheit, um den ersten Schritt zu gehen. Denn jede Erfahrung mit echten Menschen wird deine Positionierung weiter schärfen. Und genau das ist der Weg, den fast jede erfolgreiche Unternehmerin gegangen ist.
Warum eine klare Positionierung dir Zeit spart
Gerade als Mama ist Zeit wahrscheinlich deine wertvollste Ressource. Vielleicht arbeitest du während der Kita-Zeit. Vielleicht nutzt du eine Stunde am Abend oder die Zeit, während dein Kind Mittagsschlaf macht. Umso frustrierender ist es, wenn du diese kostbaren Stunden damit verbringst, immer wieder dieselben Entscheidungen treffen zu müssen.
Denn genau das passiert ohne eine klare Positionierung. Du setzt dich an deinen Laptop und möchtest einen Instagram-Beitrag schreiben.
Doch statt direkt loszulegen, kreisen deine Gedanken:
Worüber soll ich heute schreiben?
Interessiert das überhaupt jemanden?
Passt das zu meinem Angebot?
Spreche ich damit wirklich die Frauen an, denen ich helfen möchte?
Am Ende vergehen oft 30, 60 oder sogar 90 Minuten – und der Beitrag ist immer noch nicht fertig. Nicht, weil dir die Ideen fehlen. Sondern weil dir das Fundament fehlt.
Positionierung ist die Grundlage für jede Entscheidung
Viele denken, Positionierung sei nur ein schöner Satz für die Website. In Wirklichkeit beeinflusst sie nahezu jede Entscheidung in deinem Business.
Wenn deine Positionierung klar ist, fällt dir plötzlich vieles leichter:
Du weißt, welche Themen du auf Instagram teilst. Du erkennst schneller, welche Inhalte wirklich zu deiner Zielgruppe passen. Du entwickelst Angebote, die ein konkretes Problem lösen. Du formulierst deine Website klarer.
Du triffst Entscheidungen mit mehr Sicherheit. Statt jeden Tag bei null anzufangen, arbeitest du auf einer stabilen Grundlage. Das spart nicht nur Zeit – sondern auch unglaublich viel mentale Energie.
Warum KI ohne Positionierung oft beliebig klingt
Vielleicht hast du schon einmal versucht, mit ChatGPT oder einer anderen KI Texte zu schreiben. Im ersten Moment klingt das Ergebnis oft gar nicht schlecht.
Doch beim zweiten Lesen denkst du:
"Irgendwie klingt das nicht nach mir."
Oder:
"Das könnte auch jede andere Coachin geschrieben haben."
Viele glauben dann, sie müssten bessere Prompts schreiben. Dabei liegt das Problem häufig gar nicht bei der KI. Eine KI kann nur so individuell schreiben, wie die Informationen sind, die sie erhält.
Wenn du selbst noch nicht genau weißt,
wem du helfen möchtest,
welches Problem deine Wunschkundin wirklich beschäftigt,
welche Sprache sie verwendet,
welche Ängste sie hat,
welche Wünsche sie antreiben,
dann kann auch die beste KI daraus keinen persönlichen Text entwickeln. Je klarer deine Positionierung ist, desto besser werden deine Inhalte. Egal, ob du sie komplett selbst schreibst oder dir Unterstützung durch KI holst.
Denn plötzlich weißt du ganz genau:
"Darüber möchte ich heute sprechen."
Klarheit spart dir jeden Tag Zeit
Eine klare Positionierung bedeutet nicht, dass du weniger arbeitest. Sie sorgt dafür, dass du die Zeit, die du hast, sinnvoll nutzt. Gerade wir Mütter können es uns kaum leisten, unsere wenigen Arbeitsstunden mit Grübeln zu verbringen.
Stattdessen möchtest du:
schneller Entscheidungen treffen,
leichter Inhalte erstellen,
mit mehr Freude Angebote entwickeln,
und Kundinnen anziehen, die wirklich zu dir passen.
Genau dabei hilft dir deine Positionierung. Sie nimmt dir nicht die Arbeit ab. Aber sie sorgt dafür, dass jede Stunde, die du investierst, deutlich wirkungsvoller wird.
Positionierung finden: In drei Schritten
Vielleicht denkst du gerade:
"Das klingt alles logisch. Aber wie finde ich denn jetzt meine Positionierung?"
Die gute Nachricht ist:
Du musst heute noch keinen perfekten Positionierungssatz formulieren. Viel wichtiger ist, dass du anfängst, Klarheit über drei zentrale Fragen zu gewinnen.
Schritt 1: Überlege, mit welchen Menschen du wirklich arbeiten möchtest
Viele Gründerinnen starten mit der Frage:
"Was kann ich anbieten?"
Ich würde die Frage anders stellen.
Mit welchen Menschen arbeitest du am liebsten?
Denn ein Business darf nicht nur fachlich zu dir passen. Es sollte auch menschlich zu dir passen.
Frage dich zum Beispiel:
Mit welchen Menschen fühle ich mich sofort verbunden?
Welche Herausforderungen kenne ich vielleicht selbst?
Wem höre ich besonders gerne zu?
Bei welchen Gesprächen merke ich, dass ich wirklich helfen möchte?
Gerade deine eigenen Erfahrungen können ein großer Schatz sein. Nicht, weil deine Kundinnen genauso sein müssen wie du. Sondern weil du ihre Gedanken oft besonders gut nachvollziehen kannst.
Schritt 2: Welches konkrete Problem möchtest du lösen?
Viele schreiben auf ihre Website Dinge wie:
Ich unterstütze Frauen. Ich begleite Mütter. Ich helfe Menschen, glücklicher zu werden. Doch das beschreibt noch kein konkretes Problem.
Menschen suchen selten nach einer Begleitung. Sie suchen nach einer Lösung.
Überlege deshalb:
Wobei soll deine Kundin nach der Zusammenarbeit besser dastehen?
Welches Problem beschäftigt sie morgens als Erstes?
Was raubt ihr Energie?
Was wünscht sie sich stattdessen?
Je konkreter du dieses Problem beschreiben kannst, desto leichter fühlen sich die richtigen Frauen angesprochen.
Schritt 3: Warum gerade du?
Dieser Schritt fällt vielen am schwersten.
Vielleicht denkst du:
"Es gibt doch schon so viele Coaches."
Oder:
"Warum sollte jemand ausgerechnet zu mir kommen?"
Die Antwort liegt oft gar nicht in einer besonderen Ausbildung. Sondern in deiner Geschichte. In deinen Erfahrungen. In deiner Art zuzuhören.
In deinen Werten. Vielleicht wünschen sich deine Kundinnen gar nicht die lauteste Expertin. Sondern jemanden, der sie versteht. Jemanden, der ihren Alltag kennt.
Jemanden, der zeigt, dass Business auch ohne Druck, Perfektionismus und 80-Stunden-Wochen möglich ist. Und genau das kann deine größte Stärke sein.
Deine Positionierung darf wachsen
Einer der größten Irrtümer ist die Vorstellung, dass du heute deine endgültige Positionierung finden musst. Das musst du nicht. Fast jede erfolgreiche Unternehmerin hat ihre Positionierung im Laufe der Zeit geschärft. Mit jeder Kundin.
Mit jedem Gespräch. Mit jeder Erfahrung. Deshalb warte nicht auf den Moment, in dem du dir zu hundert Prozent sicher bist. Denn dieser Moment kommt oft erst, wenn du bereits losgegangen bist.
Klarheit entsteht selten am Schreibtisch. Sie entsteht unterwegs.
Fazit
Wenn du deine Positionierung finden möchtest, dann denke nicht zuerst an einen perfekten Satz für deine Website. Denke an die Menschen, denen du helfen möchtest. An ihre Sorgen. Ihre Wünsche.
Ihre Fragen. Denn genau dort beginnt eine starke Positionierung. Sie hilft dir nicht nur dabei, die richtigen Kundinnen anzuziehen. Sie macht auch deinen gesamten Businessaufbau leichter.
Du entwickelst Angebote mit mehr Klarheit. Du erstellst Inhalte schneller. Du triffst Entscheidungen selbstbewusster. Und genau das ist besonders für Mütter so wertvoll.
Denn wenn deine Zeit begrenzt ist, brauchst du kein komplizierteres Business. Du brauchst mehr Klarheit.
Du musst diesen Weg nicht alleine gehen
Wenn du gerade merkst, dass dir noch die Klarheit für deine Positionierung fehlt, ist das völlig normal. Die wenigsten Gründerinnen starten mit einem glasklaren Plan. Genau deshalb begleite ich Mütter dabei, Schritt für Schritt herauszufinden, was wirklich zu ihnen passt. Gemeinsam entwickeln wir eine Positionierung, die sich nicht nur stimmig anfühlt, sondern auch die Grundlage für dein Angebot, deine Sichtbarkeit und dein Business bildet.
Wenn du dir dabei Unterstützung wünschst, kannst du dir gerne ein kostenloses Erstgespräch buchen. Dort schauen wir gemeinsam auf deine Ideen, deine Stärken und darauf, welche nächsten Schritte für dich sinnvoll sind.
Hi, ich bin Martyna – Mama & Gründungsberaterin für Mütter. Ich weiß, wie es sich anfühlt, ständig zu funktionieren – und innerlich leer zu werden. Meine Geschichte begann nicht mit einem großen Plan, sondern mit einem Moment der Klarheit.
Ich wollte herausfinden, was mich wirklich erfüllt – und habe erkannt:
Leichtigkeit entsteht, wenn du deinen eigenen Weg gehst. Heute begleite ich Mütter wie dich, die spüren, dass Selbstständigkeit mehr sein kann als Arbeit – nämlich ein Weg zurück zu sich selbst, in ihre Kraft und in ein Business mit Sinn.



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